Geschlechtergerechtigkeit ist vom Beginn meiner beruflichen Tätigkeit an meine Maxime für Wort und Bild. Ich bin Christine Olderdissen, Juristin und seit vielen Jahren Fernsehautorin. Als Projektleiterin von Genderleicht.de liegt mein Fokus auf dem Gendern. Für den Journalistinnenbund e. V. bearbeite ich seit 2017 das Thema der Gendersensibilität im Journalismus. Es geht weit über Sprache hinaus. Die Frage „Gendern, aber wie?“ steht oft im Mittelpunkt des Interesses. Nun habe ich auch ein Buch geschrieben: „Genderleicht: Wie Sprache für alle elegant gelingt.“

Bei meiner Arbeit fürs Fernsehen führe ich Interviews auf Augenhöhe, achte auf eine faire Bildführung und hole Expertinnen vor die Kamera. Als Fernsehautorin kenne ich das Texten auf den Punkt, kurz und knapp muss es sein.

Ich habe immer für die Beidnennung von Personen gekämpft. Spätestens bei der Vertonung aber flog die weibliche Bezeichnung raus.

Portrait Christine Olderdissen, Medientrainerin fürs Gendern

Heute ist das anders: Wer genau hinschaut, findet im Text überflüssige Füllwörter oder sprachliche Schlenker, die gestrichen werden können. Schon ist Platz für die Sichtbarkeit von Frauen.

Diversität und Inklusion stehen heute ebenfalls auf der To-Do-Liste im Journalismus. Wie können wir Stereotypen hinter uns lassen und der Vielfalt der Menschen gerecht werden? Es gilt, der geschlechtlichen Identität fair zu begegnen, genauso wie der Herkunft, der Religionszugehörigkeit oder Weltanschauung. Auch Behinderungen sind aus dem Weg zu räumen.

Warum ich so gerne Schulungen gebe? Weil mir das, worum es geht, am Herzen liegt: allen Interessierten zu einer gerechten, eleganten und vor allem präzisen Sprache zu verhelfen. Ich konnte schon Vielen meine Botschaft vermitteln: Spiele mit deinen Worten, dann ist Gendern einfacher, als du denkst.

Hier bin ich zu hören:
Der Mann, die Frau, der Junge – aber das Mädchen. Warum eigentlich?
Podcast Sprachstunde von Chrismon Chefredakteurin Ursula Ott, Folge 9


Genderleicht.de ist ein Projekt des Journalistinnenbund e.V.
Es wird vom Bundesfrauenministerium gefördert.